Region im Überblick
Sehenswürdigkeiten
Italien ruft! Wenn ich an Italien denke, habe ich Zitronenbäume vor meinem inneren Auge und ein blaues Meer. Zum Abendessen sitze ich draußen, höre die Grillen zirpen und trinke ein kühles Getränk zu meiner handgemachten Pasta oder der knusprigen Pizza. Wenn es dir genauso geht, habe ich einige Tipps, wie dein Urlaub auf Sizilien besonders wird.
Fangen wir im Norden der Insel an. Hier liegt Palermo, die Hauptstadt von Sizilien. Die Stadt verfügt über einen internationalen Flug- und Schiffshafen. Ich empfehle entweder in Palermo mit deiner Reise zu starten oder zu enden. Dadurch kannst du direkt am Anfang/Ende 2 Tage für die Stadt einplanen und hast genug Zeit, um all die vielen Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Wir waren nur eine Nacht da und es hat definitiv nicht gereicht, weil zum Beispiel die Kirche Monreale außerhalb der Stadt liegt. Wie du sicherlich weißt, herrschen in allen Städten in Süditalien eine gewisse Kriminalität bezüglich Taschendiebstahls etc. Achte darauf, dass du bei Einbruch der Dämmerung verlassene Plätze meidest und möglichst in der Touristenregion unterwegs bist.
Aber kommen wir nun zu den schönen Seiten von Palermo! Da diese Stadt schon mehrere Jahrtausende besteht, gibt es zahlreiche geschichtliche Hintergründe. Aufgrund der knappen Zeit sind wir die Via Vittorio Emanuele ab der Porta Felice hochgelaufen bis zur Porta Nuova. Auf dieser Straße kommst du an zahlreichen Restaurants, Boutiquen und Sehenswürdigkeiten vorbei. Ich habe mir im Vorfeld die wichtigsten in Maps markiert und dann sind wir losgelaufen. Es war wirklich toll! Hier ein Ausschnitt unserer Sehenswürdigkeiten:
Porta Felice – Fontana del Cavallo Marino – Palazzo Chiaromonte (Steri) – Giardino Garibaldi – Fontana del Garraffo – Fontana Pretoria – Chiesa di San Cataldo – No Mafia Memorial – Cattedrale di Palermo – Park Villa Bonanno
Bei einem längeren Aufenthalt hätte ich gern eine Sightseeingtour mit dem historischen Fiat 500 gemacht.
Am nächsten Tag sind wir direkt nach dem Frühstück aufgebrochen, da wir eigentlich noch drei weitere Orte anfahren wollten. Ich rate dir davon ab, wenn du San Vito Lo Capo besichtigen möchtest. Die Strecke nimmt definitiv mehr Zeit in Anspruch als man plant und danach hatten wir keine Lust mehr noch weitere Orte zu besichtigen, da wir noch eine 4-stündige Heimfahrt vor uns hatten. Was ist das Besondere an San Vito Lo Capo, dass wir diese Strecke auf uns genommen haben? Weißer Sandstrand, hellblaues Meer, unendlich flaches und dadurch angenehm warmes Wasser. Das sind die offensichtlichen Gründe. Der Ort steht jedoch auch für seine hervorragende Couscous Küche, den fangfrischen Fisch und eine exzellente Auswahl an Weinen. Wenn du für Sonne, Strand und Meer nach Sizilien geflogen bist, plane für San Vito Lo Capo ruhig ein paar Tage mehr ein. Es gibt genügend Hotels oder B&B’s in dem Ort, wo du dir ein Zimmer buchen kannst.
Wenn dir der Weg bis an die westliche Spitze Siziliens zu weit ist – was ich vollkommen verstehen kann – empfehle ich dir den Ort Castellammare del Golfo mit dem Strand Spiaggia Plaja. Dieser ist nicht ganz so weiß, aber ebenfalls sehr flach und das Wasser hat eine schöne Farbe.
Vom Westen der Insel geht es in Richtung Süden. Dort gibt es den Ort Agrigento (auf deutsch Agrigent). Dieser ist bekannt für seine griechischen Tempel, welche noch sehr gut erhalten sind. Wir sind kostenlos in die Anlage Valle dei Templi gekommen, da jeden ersten Sonntag im Monat einige Museen kostenlosen Eintritt anbieten. Und es lohnt sich. Es ist wirklich erstaunlich, wie gut die alten Tempelanlagen erhalten sind. Es werden ebenfalls Führungen durch das Gelände angeboten, welche ich empfehlen würde. Wir haben lediglich drei Tempel gesehen und mit den Führungen gelangst du in Bereiche, welche wir uns nicht anschauen konnten.
Viel mehr haben wir uns im Süden der Insel nicht angeschaut, da wir die meiste Zeit unserer Reise im Osten verbringen wollten. So sind wir nach einer Woche in Riesi (Provinz Caltanissetta) nach Avola (Provinz Siracusa) gezogen. Dort haben wir das süße Fischerdorf Marzamemi besucht. Es besteht bereits seit dem 18. Jahrhundert und ist bekannt durch seine zwei Häfen La Fossata und Balata. Sehenswert ist die Tonnara. Das ist eine Thunfischfabrik aus dem 18. Jahrhundert, die auf eine ganz besondere Art ihren Thunfisch fängt und verarbeitet. Dieser kann vor Ort gekauft werden und weitere typische Spezialitäten. Zum Entspannen ging es auf die Litorale Spinazza. Ein toller Strandabschnitt zum Sonne tanken.
Ein weiterer Ort, der uns mit seinem italienischen Charme verzaubert hat, war Noto. Es gibt zum einen den Lido de Noto, also den Strandbereich mit Wohngegend, und die Altstadt mit ihren schönen Häusern, den Kathedralen und Regierungsgebäuden aus der Barockzeit. Wir waren einen Abend in der Altstadt unterwegs. Unsere Ankunft über die Via Salvatore La Rosa wurde mit dem Anblick von Fontana d’Ercole belohnt. Am Abend sind der Brunnen und das Gebäude wunderschön beleuchtet. Der Corso Vittorio Emanuele ist die Hauptstraße und führt an den meisten Sehenswürdigkeiten vorbei. Keine Sorge, dort fahren kaum Autos und ab einem gewissen Punkt ist es eine Fußgängerzone. Während du durch die Straßen schlenderst, werden dir mehrere alte und auch neue Filmplakate auffallen. Wir wussten nicht, was das zu bedeuten hat und haben die Freunde gefragt. Die Plakate zeigen dir Filme, die in Noto gedreht wurden. Solltest du im Mai eine Rundreise auf Sizilien machen, plane unbedingt die Infiorata von Noto ein. Diese findet immer am dritten Sonntag im Mai statt. Es ist ein Fest, bei welchem auf der Via Nicolaci ein großer Blumenteppich ausgelegt wird. Jedes Jahr gibt es ein anderes Thema, das dort dargestellt wird. 2023 waren es die Filme und Serien, die in Noto gedreht wurden. Ebenfalls sehenswert und jedes Jahr anders: die Scalinata Fratelli Bandiera. Dort werden die Stufen mit Bildausschnitten versehen, sodass ein ganzes Bild entsteht. Wie du siehst, gibt es in dem kleinen Ort einiges zu entdecken.
Ebenfalls einen Tagesausflug wert ist die Stadt Siracusa (Syrakus) mit der zugehörigen Insel Ortigia, welche durch Brücken mit dem Festland verbunden ist. Park am besten auf dem Parkplatz “Parking Syracusa”. Dort musst du zum Ticketkauf dein Kennzeichen angeben und bist direkt im Zentrum und am Wasser. Tagsüber kannst du Ausflüge mit kleinen Booten buchen, um die Höhlen von Syrakus zu entdecken. Abends erleuchtet Ortigia in einem schönen Licht und die alten Häuser werden beleuchtet. Auf Ortigia steht die Kathedrale von Syrakus auf einem großen Platz mit vielen Restaurants. Kleiner Tipp: Abends wird es in den kleinen Gassen recht frisch, ein Tuch oder leichte Jacke solltest du mitnehmen. Richtung Wasser sind wir an einem Nymphenbrunnen und am Aquarium vorbeigekommen, welche abends leider schon geschlossen waren. Einer Sage nach wurde die Nymphe durch den Brunnen in Ortigia verewigt. Solltest du Ortigia tagsüber erkunden, rate ich dir, dem Zefiro Solarium einen Besuch abzustatten. Das ist eine Loungebar über dem Wasser mit Liegen und Musik. Am Eingang sind uns auch zum ersten Mal die Köpfe der Mauren aufgefallen. Sie sind alle handgefertigt und stammen aus der Zeit, als Sizilien unter der arabischen Herrschaft stand. Unseren Rundgang beendeten wir am Hafen und bestaunten die riesigen Yachten, die dort vor Anker lagen.
Ein potentieller erster oder letzter Stopp könnte für dich Catania sein. Genauso wie Palermo, verfügt auch diese Stadt über einen Flughafen, wodurch sie sich als Start- oder Endpunkt eignet. Leider haben wir einen Regentag erwischt, als es für uns nach Catania ging. Aber selbst dann war die Stadt schön. Parkplätze gibt es in der ganzen Stadt – ich empfehle einen bewachten Parkplatz zu wählen, da es sein kann, dass das Auto am Ende des Tages nicht mehr da ist. Meine Empfehlung: von der Via Umberto 1 in die sehr kleine Via Romeo abbiegen. Dort befindet sich am Ende ein bewachter Parkplatz. Den Autoschlüssel gibst du vor Ort ab, da du vor anderen Autos parkst und die Verwalter die Fahrzeuge hin und her fahren. Wir fanden es am Anfang auch komisch, ist aber ganz normal. Jetzt geht es aber los zu den Sehenswürdigkeiten, die auf dich warten. Der erste Stopp war der Giardino Bellini. Dies ist eine Gartenanlage, wo jeden Tag eine Blumenuhr mit dem Tagesdatum versehen wird. Leider haben uns der Regen und eine Veranstaltung der örtlichen Polizei ein vernünftiges Foto dieses wunderschönen Blumenbeets verwehrt. Der Park ist sehr weitläufig und eignet sich besonders an warmen Tagen, um sich im Schatten auszuruhen. In unserem Fall haben wir Schutz vor dem Regen gesucht. Der Via Etnea folgend sind wir zu dem Piazza Stesicoro gelangt. Dort steht ein Denkmal zu Ehren von Vincenzo Bellini, welcher ein sizilianischer Opernkomponist aus dem 18. Jahrhundert war. In der Stadt sind mehrere Häuser, Garten etc. nach Bellini benannt, da er in Catania geboren und aufgewachsen ist. Der Straße weiter folgend sind wir an der Piazza Università angekommen. Die Universität von Catania ist eine der ältesten Universitäten Italiens. Mittlerweile gibt es verschiedenen Studienstandorte in der Stadt verteilt. Rückseitig von der Universität ist die Kathedrale von Catania. Sehr beeindruckend und öffentlich zugänglich. Für uns ging es anschließend zum Opernhaus Teatro Massimo Bellini. Wir waren nicht in der Oper, die Bilder versprachen aber vieles. Der Platz vor dem Opernhaus ist sehr schön gemacht und ringsherum gibt es nette Cafés und Restaurants. Abschließend sind wir noch durch die Stadt geschlendert und sind in das Restaurant Fud Bottega eingekehrt. Restaurantempfehlungen und wovon du die Finger lassen solltest, gebe ich weiter unten.
Hotelempfehlung
- Da wir während unseres Aufenthaltes jeweils bei der Familie untergekommen sind, kann ich keine Empfehlung für Hotels in den genannten Regionen geben. Wir waren nur eine Nacht in Palermo im Hotel NH Palermo. Das lag für uns sehr gut. Da wir mit dem Auto angereist sind, brauchten wir einen Parkplatz, welcher dort vorhanden ist. Entweder für 20€, dann ist er bewacht, oder einfach direkt vor dem Hotel. Fußläufig ist das Meer erreichbar und der Weg in die Altstadt mit den Sehenswürdigkeiten ist knapp 10 Minuten zu Fuß.
Restauranttipps
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Palermo - Hosteria Aglio Olio e Pepe
In Palermo gibt es zwei Straßen mit allen möglichen Restaurants. Zum einen die Via Vittorio Emanuele, auf welcher wir hauptsächlich unterwegs waren, zum anderen die Via Maqueda, wo es abends richtig voll wird. Wir haben uns gegen den Touristentrubel entschieden und sind in ein ruhiges Restaurant namens Hosteria Aglio Olio e Pepe gegangen. Die Kellner waren sehr zuvorkommend und das Essen war lecker. -
San Vito Lo Capo - Ristorante Profumi di Cous Cous
Wir sind in San Vito Lo Capo in dem Ristorante Profumi di Cous Cous eingekehrt. Was wir vorher nicht wussten, das Restaurant wird von dem italienischen Michelin Guide empfohlen. Und das schon über mehrere Jahre hinweg. Ich kann das Restaurant ebenfalls empfehlen. Die Kellner sind sehr zuvorkommend, denn obwohl wir keinen Tisch reserviert hatten, bekamen wir zur Mittagszeit direkt einen im schönen Innenhof zwischen Zitronenbäumen. Die Spezialität liegt definitiv auf dem Couscous sowie einer (sehr) großen Auswahl an Weinen. -
Siracusa & Ortigia - Pizzeria Schiticchio
Die Pizza sieht perfekt aus und das Ambiente ist schön. Ich rate dir davon ab, einen Hamburger oder eine glutenfreie Pizza zu bestellen. Das Burgerbrötchen ist gigantisch und du hast mehr Brot als Patty. Der Teig der glutenfreie Pizza ist nicht selbstgemacht, sondern gekauft und hat überhaupt keinen Geschmack. Als Vorspeise haben wir das Sicily Coast to Coast bestellt, welches sich super zum Teilen angeboten hatte. Ohne die Vorspeise wäre ich nach der Enttäuschung meiner glutenfreien Pizza sicher hungrig nach Hause gegangen. -
Catania - Fud Bottega sicula
Du musst dich hier durch die Nachspeisen probieren. Wir hatten das Cannolo al Bicchiere. Dies ist besonders, da die Ricotta aus Büffelmilch ist. Diese Ricotta ist wird dann gemeinsam mit gehackten Pistazien und dem eigentlichen Cannoli (eine Art Keks) in einem Glas serviert. Aromatisiert wird das Ganze mit dem auch in Deutschland sehr bekanntem Wein Nero d’Avola. Außerdem gibt es vegane Törtchen, Limonencreme, Tiramisù oder Karottenkuchen.
Weitere Empfehlungen
- Trapani – Hafenstadt an der Westküste
- Scala dei Turchi - weißer Steilhang direkt am Meer
- Ätna
- Palermo - Corso Vittorio 113
- Marzamemi - Ristorante Cortile Arabo a Marzamemi mit Blick auf das Meer
- Noto - Al Cavour
- Avola - Caffè KLARA - Mandelplätzchen
- Catania – Etnea Roof Bar & Restaurant by “UNA cucina”, unglaublicher Ausblick auf den Ätna
- Ortigia - La Terrazza sul Mare
- Catania - Palace Catania | UNA Esperienze
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